Einsraum-Pflanzzeit
Es ist mir zur neuen Gewohnheit geworden, abzuchecken, ob es neue Abonnenten in meinem Newsletter gibt oder wie viele Menschen sich auf meine Einsraum-Website geklickt haben. Nach einer kurzen Anfangszeit, in der es ganz gut aussah, ist die Zahl, die mir dabei gerade am ehesten entgegenkommt, die 0. 0 neue Abonnenten, 0 neue Besucher!
Das kann echt stressen und schlaflose Nächte bescheren: »Bitte, wie geht das überhaupt, sich sichtbar zu machen in einer Welt, die schon so im Überangebot ertrinkt?« Neuerdings zieht sich diese Anstrengung in mein System, eine Unruhe, gepaart mit Überforderung – sehr interessant. Doch heute, heute habe ich darüber das erste Mal richtig lachen müssen.
Ja, es ist so, ich fange gerade bei 0 an.
So viele Dinge mache ich wirklich das erste Mal in meinem Leben. Den allerersten Newsletter schreiben, die ersten Short-Filme drehen und in der mir unbekannten Video-Software zusammenschneiden; den ersten Einsraum-Flyer in die Welt geben mit Angeboten einer Herzens-Arbeit, die sich über viele Jahre in mir entwickelt und vertieft hat. Also eigentlich bin ich schon sehr lange dabei – und jetzt scheint die Zeit reif zu sein, damit ins Wirken zu kommen, um einer Seelennote Raum zu geben – und gleichzeitig fange ich bei 0 an.
Wie so viele Menschen bin ich also mittendrin im Übergang. Im Wandel, im Wachsen, aus der Komfortzone in die Entwicklungszone katapultiert; im Verabschieden, was vorbei ist und eben im Begrüßen dieser neuen Geschichte, die ins Leben kommen will. Das Leben und Sterben vollzieht sich in jedem Moment.
Von den indigenen Völkern habe ich gelernt, dass ganz am Anfang immer die Dankbarkeit steht. Deshalb möchte ich gerne damit beginnen.
Dankbarkeit dafür, dass es da in mir trotz allem diesen inneren Ruf gibt, der mich weitergehen lässt. Dankbarkeit Euch allen so nahen Menschen, die mir in der 0-Stunde zur Seite stehen, »meine Leute« eben.
Dankbarkeit an diejenigen, die mich noch gar nicht kennen und sich trotzdem eingetragen haben:-), die mir Hoffnung geben, dass irgendwann der Samen aufgehen wird.
Und Dankbarkeit für die Verbindung zur Erde, die Momente draußen; für den Wind, der mein Gesicht streichelt, den Gruß des Vogels über mir, für den Schnee, der alles so still und zauber-haft macht, die kalte Luft, die mich reinigt … das SEIN dürfen.
So pflanze ich jetzt im Winter diesen Einsraum-Samen ein, im Wissen, dass alles seine Zeit braucht, und dass nach dem Winter der Frühling kommt und dann vielleicht, wenn es sein soll, sich Wurzeln bilden und erste zarte Blätter der Sonne entgegenstreben werden … wie schön, dass Du von Anfang an dabei bist!
Greta Horn, Januar 2024