Death and the City
Ein Workshop zur Praxis des Trauerns.
Termin: 20. bis 22. September 2024, Freitag und Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 6 bis 12 Uhr
Ort: Am Lokdepot 5, 10965 Berlin (Schöneberg)
Investition: 270 bis 350 €
Facilitatorinnen: Deborah Haaksman und Greta Horn
»Rituale gestalten die wesentlichen Übergänge im Leben. Ohne sie rutschen wir hindurch.«
Byung-Chul Han

Die Natur ist der ursprüngliche Raum aller Sterbe-, Wandel- und Werdeprozesse. Die Kultur, besonders die Stadt, ist ein Raum der Gestaltung.
Wir Menschen stehen als Ortswesen direkt dazwischen, an dieser Schwelle zwischen Natur und Kultur.
Bei kontemplativen Streifzügen durch die Berliner Stadtnatur gehen wir als Trauernde den wesentlichen Fragen nach Sterben und Werden nach.
Dieser Workshop lädt explizit dazu ein, einen Menschen mitzubringen, um den man trauert.
Im Kreis des Council, einer Gemeinschaft bildenden Kommunikationsform achtsamen Zuhörens und Erzählens, erweitern und vertiefen wir unsere Eindrücke, Einsichten und Erkenntnisse.
Dadurch kreieren wir einen radikalen Raum der Geborgenheit für einen ganz anderen Umgang mit
Trauer.
Im Außen sehen wir uns als Trauernde mit der kollektiven Erwartungshaltung konfrontiert, dass es
irgendwie weitergehen muss. Es scheint nicht möglich, uns dem zu widmen, was innerlich ansteht. Und es überfordert uns.
Dieser Workshop ist ein Angebot, aus diesem Dilemma herauszufinden und einem sehr natürlichen Impuls zu folgen. Denn nur aus der Echtheit der eigenen Erfahrung, aus der eigenen Aufmerksamkeit für das, was gerade ist, geht es wirklich weiter. Auch wenn der Weg durch die Landschaft des Trauerns
ein sehr persönlicher ist, gibt es darin Merkmale, die das Trauern als universelle und transformative Erfahrung kennzeichnen. Das Herz unserer Arbeit ist das Bewusstsein, dass wir ‘natura naturans’ sind, dass wir als menschlicher Teil der Natur auch Teil einer ordnenden Kraft sind, die Halt gibt,  Orientierung bietet und Sinn verleiht.
Dieser Workshop bietet einen Erfahrungsraum, in dem diese natürliche, ordnende Kraft durch unsere
individuellen Prozesse Gestalt annimmt, spürbar und verständlich wird.
Wir arbeiten:
• mit anschaulichen Dynamiken der uns umfassenden Natur in ihren materiellen, psychischen, kognitiven und spirituellen Aspekten
• mit transkulturellen Modellen alten und lebendigen Wissens in seiner symbolischen Verdichtung und Vielfalt
• mit der Dramaturgie des Zyklischen
• mit künstlerischer Reflexion und meditativer Imagination
• mit wohltuenden Einheiten entspannender und zentrierender Bewegung

Dieser Workshop lädt dazu ein, den Tod wieder als Teil unserer Natur zu erleben und damit ein kollektives Tabu außer Kraft zu setzen, das besonders in Zeiten der Krise und des Wandels nicht hilfreich ist.
Wenn wir aufmerksam durch die Landschaft gehen, bei einem kontemplativen Spaziergang etwa, erinnern wir uns daran, dass das Leben ein Kreislauf ist. Hier sind Sterben und Werden nicht getrennt, sie durchdringen einander.

»The greatest fear of the dying is to be forgotten. 
Their greatest desire is to make it good with their people.« 
Meredith Little

Der Tod jedes Menschen hinterlässt soziales Karma. Unsere Beziehung zu diesem Menschen existiert weiter. Sie stellt uns vor ein existenzielles Rätsel, das uns mit dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren verbindet, dem Bekannten und dem noch nicht Bekannten.
Es liegt an uns, diese Zeit des ‘Dazwischen’, wenn das Alte nicht mehr ist und das Neue noch im
Werden, bewusst zu begehen. Wenn wir dazu bereit sind, die Trauer als eine Kraft wirksam zu machen, verwandelt sich die Beziehung zu einem geliebten Menschen hinter der Schwelle des Todes in etwas zutiefst Lebendiges.
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