Vom Fluss
Über die Winterzeit habe ich ein sehr inspirierendes Buch gelesen, das ich euch allen ans Herz legen möchte: »Sind Flüsse Lebewesen?« von Robert Macfarlane.

Mich hat das Buch verändert.
Plötzlich war da eine Neugier und Freude in mir, die Bäche, Flüsse und Wasserläufe in meiner Nähe zu entdecken und mich noch tiefer mit ihnen zu verbinden.
Und das mache ich seither. Es ist wunderbar, wie vielen neuen Landschaften ich dadurch begegnet bin. Ich lerne mein Zuhause über die Wasserwege noch einmal neu und anders kennen.

Zudem sind wir Frauen in der Earth Meditation vier Wochen mit Fluss-Impulsen unterwegs gewesen. Zuerst mit der Erkundung der Bäche, Flüsse und Seen des eigenen Landes, danach mit dem Fließen in mir – in meinem Körper, in meiner persönlichen Entwicklung; also mit dem Fließen als Metapher der eigenen Lebendigkeit.
Wir haben so viele Erkenntnisse gewonnen und diese geteilt und sind über die unterschiedlichen Geschichten tief eingetaucht.


Der Fluss eröffnet einen so faszinierenden Erfahrungsraum: Was für ein Wunder, wie alles zusammenwirkt und sich im Wechselspiel ergänzt und bedingt – im Zusammenfließen, im Überwinden von Hindernissen, im Dasein als Nahrungsquelle. Da Fließen und Wasser pures Leben sind, lehrt uns der Fluss etwas über das Leben. Was für ein Geschenk.

Deshalb möchte ich dir heute gern einen Impuls mitgeben:

Studiere doch einmal die Landkarte deines Ortes und entdecke die eingezeichneten blauen Wassernetze um dich herum. Werde dir des Wassers bewusst, das dich umfließt und mit dem du dich verbinden kannst. Wenn du eine unbekannte Stelle entdeckst, dann geh dorthin und erforsche deine Quellen, Bäche, Flüsse und Seen. So wird dir das Wasser deinen Ort neu vorstellen, dich ins Unbekannte locken.


Der Fluss kann dich so viel über das Leben lehren. Folge seinen Wegen – dem unaufhörlichen Fließen, den sich wandelnden Uferlandschaften. Setze dich zu ihm, öffne deine Sinne und dein Herz. Viel Freude damit!



Greta Horn, 1.4.26
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